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Chronik

Das Gründungsjahr 1950

Nach mehreren Vorgesprächen treffen sich am 1. Juli 1950 einige junge Männer aus dem Ort, um in der Gastwirtschaft „Deutsches Haus“ mit Unterstützung des Gastwirtes Georg Wernecke und seiner Frau Else den Schützenverein Heiligendorf ins Leben zu rufen. Diese Männer sind: Heinz Malun, Karl Burchhardt jun., Georg Wernecke sen., Herbert Schreinecke, Heinz Schreinecke, Helmut Schreinecke, Fritz Seiffert, Hans Damm, Gerhard Krause, Willi Gruß und Dieter Jahn.

Den Vorsitz übernimmt vorerst Heinz Malun, Karl Burchhardt wird als Hauptmann eingesetzt und noch im gleichen Jahr als endgültiger 1. Vorsitzender gewählt.

Gleich bei der Gründung wird festgelegt, dass der Verein einen rein sportlichen Charakter tragen soll und politische Betätigung innerhalb des Vereins nicht erlaubt ist.

Nachdem das erste Luftgewehr besorgt ist, wird noch im Gründungsmonat mit dem Schießbetrieb im Vereinslokal „Deutsches Haus“ begonnen.

1951

Bald bahnen sich freundschaftliche Beziehungen zu den Schützenvereinen und Schießgruppen der näheren Umgebung an. Es geht in erster Linie um Wandplaketten, Preise und Pokale, wobei die Heiligendorfer Mannschaft schon viele Erfolge erzielt.

Pfingsten wird das erste Preisschießen veranstaltet und eine provisorische Schießbude, die bei festlichen Anlässen im Dorf in Betrieb genommen wird, gebaut. Im November erfolgt bereits die Anschaffung des dritten vereinseigenen Luftgewehres und einer grün-weißen Fahne aus Leinen.

1952

Im Januar feiert man ein „Kappenfest“. Pfingsten wird der Schützenkönig im neu hergestellten Kleinkaliberstand bei Otto Behrens ausgeschossen. Heinrich Röleke erweist sich dabei als der beste Schütze und wird der erste Schützenkönig des Vereins.

Der Verein tritt dem neu gegründeten Kreisschützenverband Wolfsburg bei.

Im August organisiert man die erste Tagesfahrt per Bus, Ziel ist das Weserbergland.

1953

Der Verein zieht um, neuer Vereinswirt wird Otto Behrens. Man feiert das erste eigene Schützenfest, an dem 12 Gastvereine teilnehmen. Die Heiligendorfer Schützen tragen erstmals beim Umzug Schützenhüte. Das ganze Fest wird ein großer Erfolg.

In Wolfsburg gewinnt die Heiligendorfer Mannschaft einen begehrten Wanderpokal, der in den Jahren zuvor von Vereinen aus Braunschweig und Hannover gewonnen wurde.

1954

Der Schützenkönig wird, wie in den folgenden Jahren an der „Schweineweide“ im Wald ausgeschossen. Für alle Vereinsveranstaltungen wird ein Bildarchiv angelegt.

1955

Die Mitgliederzahl ist auf 64 gestiegen. Das Schützenfest wird als Sommerfest gemeinsam mit dem Männergesangverein Heiligendorf durchgeführt.

1956

Den Schützenkönig schmückt ab diesem Jahr eine Königskette. Vorher war er nur durch eine Schärpe geziert.

1957

Die Anschaffung der ersten Kurbelstände bedeutet eine große Erleichterung beim Schießen und bringt eine erhebliche Unfallsicherheit mit sich. Vorher musste der Schütze zum Scheibenwechsel nach vorn zum Fangkasten gehen.

1958

In der Öffentlichkeit zeigt sich der Verein einheitlich in neuen Schützenuniformen. Im gleichen Jahr wird der Beschluss gefasst, im Jahr 1960 eine neue Fahne zu weihen. Die ersten freiwilligen Spenden für die Anschaffung werden bereits entgegengenommen.

1959

Das erste Vereinsmeisterschaft wird ausgeschossen, Sieger wird Jürgen Behrend.

1960

Der Verein ist auf 83 Mitglieder angewachsen und feiert sein 10-jähriges Bestehen mit der Fahnenweihe. Der Kreisverbandsvorsitzende, Schützenoberst Hermann Lahmann, weiht als Höhepunkt einer eindrucksvollen Feierstunde die neue Fahne des Vereins mit der Traditionsfahne von 1883 des Uniformierten Schützenkorps Fallersleben.

1961

Mit Jürgen Behrend, Otto Schulze und Rolf Essmann stehen die ersten 3 geprüften Sportwarte zur Verfügung. Die Intensivierung des Schießsports und die Verbesserung der Wettkampfleistungen stehen nun im Vordergrund.

1962

Weitere Luftgewehr-Kurbelstände werden angeschafft, weil die Anzahl der bisher vorhandenen für den Übungsbetrieb nicht mehr ausreicht. Für das jährliche Königsschießen wird eine Handkurbelanlage für das 50m-Kleinkaliberschießen gebaut und auf der Schießanlage bei Otto Behrens in Betrieb genommen.

1963

Die erste Mannschaft mit Jürgen Behrend, Herbert Wiegmann, Rolf Essmann und Otto Schulze steigt in die 1. Kreisklasse auf.

1964

Fritz Seiffert und Karl Ehlers werden die ersten Ehrenmitglieder des Vereins.

Nach dem Erwerb einer Luftpistole wird das Luftpistolenschießen in den Schießbetrieb aufgenommen.

1965

Jürgen Behrend nimmt an der Landesmeisterschaft im Luftpistolenschießen teil.

1966

Der 1. Vorsitzende Karl Burchhardt, der die Geschicke des Vereins in 15jähriger aufopferungsvoller und erfolgreicher Tätigkeit geleitet und ihn auf eine Zahl von etwa 100 Mitglieder geführt hat, übergibt den Vorsitz an Felix Rother. Im gleichen Jahr wird eine Neufassung der Vereinsstatuten beschlossen.

Die erste Mannschaft steigt in die Bezirksklasse auf und schießt dort mit Jürgen Behrend, Heinz-Günther Keunecke, Reinhard Templin, Heinrich Bösche und Adolf Poch.

1967

Der Verein wird beim Amtsgericht Fallersleben als „Schützenverein Heiligendorf e.V.“ in das Vereinsregister eingetragen. Die Uniformen erhalten Ärmelabzeichen mit dem Symbol der Fahne, der alten knorrigen Eiche.

Eine große Anzahl Jugendlicher findet Freude am Schießsport und macht regen Gebrauch von den Trainingsmöglichkeiten. Heinrich Bösche wird Juniorenkreismeister mit der Luftpistole.

1968

Erster Jungschützenkönig des Vereins wird Konrad Sünder. Mit Siegfried Jutrczenka erringt erstmals ein Heiligendorfer Schütze eine Königswürde im Kreisschützenverband Wolfsburg. Er wird Kreisjugendkönig.

Die ersten Frauen treten in den Schützenverein ein. Es sind Helga Gerloff und Ingrid Wagner.

1969

Die Jugendmannschaft mit Dieter Schreinecke, Siegfried Jutrczenka und Friedhelm Reupke nimmt an der Landesmeisterschaft teil.

1970

Der Verein hat 110 Mitglieder.

1971

Es werden neue Schützenröcke angeschafft.

1972

Der Hasenwinkel-Pokal wird mit großem Vorsprung gewonnen.

1973

Mit Werner Stock hat der Verein seinen ersten Kreisschützenkönig.

1974

Der ersten Mannschaft gelingt der Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Auch der Hasenwinkel-Rundenwettkampf wird gewonnen und damit eine jahrelange Erfolgsserie der Heiligendorfer Schützen eingeleitet.

Der Luftgewehrstand im fertig gestellten Sportzentrum wird eingeweiht. Das Schützen- und Volksfest findet auf dem Festplatz „Alter Sportplatz“ statt.

1975

Seit Januar steht auch der Kleinkaliberstand im Sportzentrum zur Verfügung, und so kann ab Februar ein Monatskönig ausgeschossen werden.

Im Juli feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen. Die Mitgliederzahl ist auf 146 gestiegen.

1976

Die Beteiligung am Schießen wird immer besser. Als Vertretung für die vielen Frauen, die inzwischen eingetreten sind, wird eine Damensprecherin gewählt.

Acht Damen treten erstmals als „Schützenballett“ bei der Weihnachtsfeier auf. Sie führen die „Tritsch-Tratsch-Polka“ vor. Die Leitung hat Monika Dreißig übernommen.

1977

Innerhalb von 12 Monaten kann der Verein 41 neue Mitglieder begrüßen.

1978

Die erste Mannschaft schießt in der Regionalliga. Bei den Kreismeisterschaften werden erstmals mehrere Kreismeistertitel gewonnen.

1979

Der Verein tritt in den Stadtsportbund Wolfsburg ein. Bärbel Sander erringt als erste Frau die Königswürde des Vereins.

1980

Der Verein hat inzwischen 171 Mitglieder.

Die erste Mannschaft steigt in die Landesliga auf und belegt dort im Rundenwettkampf 1980/81 den 3. Platz.

Die Satzung wird geändert.

1981

Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Gesangverein wird eine Decken-Dekoration für die Mehrzweckhalle angefertigt.

Auch auf Kreisebene gibt es die erste Heiligendorfer Königin: Waltraut Hasse wird Kreisschützenkönigin.

1982

An den Kreismeisterschaften nehmen 19 Mannschaften teil. 8 Mannschaftskreismeistertitel und 8 Einzelkreismeistertitel sind das Ergebnis. Wieland Drews belegt bei den Landesmeisterschaften mit dem Luftgewehr den 2. Platz.

Die erste Mannschaft nimmt am DSB-Pokal teil muss gegen Darmstadt antreten.

Der Verein tritt in den Landessportbund ein.

1983

Der Schützenverein gewinnt das Heiligendorfer Hobby-Fußballturnier.

Mit 197 Mitgliedern erreicht der Verein Mitte des Jahres seine bisher höchste Mitgliederzahl.

Die Mitglieder bauen für das Schießen beim Schützen- und Volksfest einen transportablen Schießstand.

Anstelle des Ehrenscheibenschießen für die Heiligendorfer Bürger wird erstmals ein Volkskönig ausgeschossen. Erster Volkskönig wird Helmut Brandenburg.

In Heiligendorf findet während des Schützen- und Volksfestes der 7. Kreisschützentag des Kreisschützenverbandes Wolfsburg statt.

Für die steigende Zahl an Jugendlichen wird eine Jugendstandarte angeschafft. Die feierliche Standartenweihe erfolgt beim Kreisschützentag.

Im DSB-Pokal tritt Heiligendorf gegen Bamberg an.

1984

Die erste Mannschaft mit Wieland Drews, Hartmut Märtens, Martin Knieling und Detlef Burchhardt verfehlt nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga. Außerdem belegt sie bei der Landesmeisterschaft den 6. Platz.

Anstelle des traditionellen Frühstücks findet während des Schützen- und Volksfestes erstmals eine Vesper mit anschließendem Tanz statt. Sie findet wird sehr gut besucht und findet großen Anklang.

1985

Zum 1. Januar wird eine Schießsportabteilung gegründet. Heiligendorf ist immer noch der beste Verein im Hasenwinkel und verfügt über eine gute Schüler- und Jugendgruppe.

An der Herbstversammlung nehmen 70 Vereinsmitglieder teil, soviel wie nie zuvor, teil.

Einige sehr gute Schützen hören mit dem aktiven Schießsport auf, was eine erhebliche Schwächung der Mannschaften bedeutet.

Die erste Auto-Orientierungsfahrt des Vereins wird gestartet.

1986

Alle 4 Schützenmannschaften können ihre Klassen nicht halten und müssen absteigen. Bei den Jugendlichen, Damen und Altersschützen werden weiterhin gute Ergebnisse erzielt.

Beim Schützen- und Volksfest findet erstmals ein Zeltgottesdienst statt.

Das Schützenballett feiert sein 10-jähriges Bestehen. Bei der Weihnachtsfeier führen die Damen mit Unterstützung von einigen Schützen und Jugendlichen die „Reise nach Hawaii“ auf.

1987

Den Abschluss des Schützen- und Volksfestes am Montagabend bildet zum ersten Mal ein Feuerwerk.

Nachdem bereits Gespräche mit der Stadt Wolfsburg wegen der Erweiterung des Schießstandes im Sportzentrum oder dem Neubau eines vereinseigenen Schützenhauses geführt worden sind, wird von der Hauptversammlung im März einstimmig beschlossen, dass der Vorstand Vorbereitungen in Richtung Neubau tätigen und dazu alle Möglichkeiten überprüfen soll. Es wird ein Bauausschuss gebildet, der sich im November zu seiner ersten Sitzung trifft. Die erste Bauzeichnung wird von Eva Dunstheimer gefertigt. Zusammen mit den anderen Vereinen richtet der Schützenverein das erste Heiligendorfer Adventssingen auf dem Kirchplatz aus.

1988

Erste Anträge für das Bauvorhaben werden an die Stadt Wolfsburg und die Bezirksregierung gestellt. Der Ortsrat Hattorf-Heiligendorf wird in die Planungen einbezogen. Werner Stock wird Bauausschussvorsitzender. Die Stadt hat gegen die Planungen keine Bedenken, als Standort ist der „Alte Sportplatz“ vorgesehen.

Heiligendorf richtet wieder den Kreisschützentag aus.

Ein Senioren-Stammtisch für die Mitglieder ab 50 Jahre wird gegründet. Die Leitung übernimmt Walter Jocksch. Durch diesen Stammtisch, der sich jeden 3. Sonntag im Monat trifft, werden wieder viele ältere passive Mitglieder aktiviert.

1989

Die Vereinsfahne wird restauriert.

Helmut Brandenburg erringt als erstes Vereinsmitglied die Kreisalterskönigswürde.

Schwerpunkt der Verhandlungen mit der Stadt Wolfsburg ist die Verschiebung des „Alten Sportplatzes“ und die Grundstückanhandgabe. Heinrich Lipke übernimmt die Architektenarbeiten.

Die Satzung wird erneut geändert. Wesentliche Änderung ist, dass nicht mehr alle drei Jahre der gesamte Vorstand, sondern ab 1990 jedes Jahr ein Drittel der Vorstandsmitglieder neu gewählt wird.

1990

Felix Rother stellt sich nach 24 Jahren sehr erfolgreicher Arbeit als 1. Vorsitzender nicht mehr zur Wiederwahl. Zum neuen Vorsitzenden wählt die Versammlung einstimmig Werner Stock. Felix Rother wird in einer der Feierstunde am darauf folgenden Tag zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nach Auffassung der Verwaltung der Stadt Wolfsburg erfüllt der Verein die Voraussetzungen für einen Investitionszuschuss nach den Sportförderungsrichtlinien.

Die Mitgliederzahl ist auf 183 gesunken.

Die Ausschreibung für das Königsschießen wird geändert: Ab 1991 können auch Mitglieder, die nicht in Heiligendorf wohnen, König werden.

1991

Mit dem Sportausschuss und dem Sportamt wird aus mehreren Vorschlägen der genaue Standort des Schützenhauses festgelegt.

Die Könige werden beim Schützen- und Volksfest jetzt während einer Festversammlung am Samstagnachmittag proklamiert. Das Wecken am Sonntag entfällt.

Aufgrund der schlechten Standbedingungen lässt die Beteiligung am KK-Schießen stark nach.

Um die Gemeinnützigkeit zu behalten ist eine erneute Satzungsänderung notwendig.

Anstelle von Weihnachtsfeier und Schützenball richtet der Verein einen öffentlichen Adventsball aus.

1992

Die Altersschützen mit Joachim Günther, Heinz Hasse und Werner Stock steigen in die Landesklasse auf. Beim Rundenwettkampf stellt Heiligendorf die meisten Mannschaften aller Wolfsburger Vereine und ist von der Kreis- bis zur Landesklasse vertreten.

Das Grundstück wird dem Verein zur Vorbereitung der Planung und Finanzierung „an die Hand gegeben“.

Für das Sparfachessen wird ein selbständiger Sparverein gegründet.

Der Adventsball wird erstmals gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert.

1993

Für die Mitglieder ab 56 können wird ein Alterskönig ausgeschossen. Erster Alterskönig wird Felix Rother.

Für den Schießstand im Sportzentrum müssen ab diesem Jahr Standbenutzungsgebühren an die Stadt Wolfsburg gezahlt werden.

Nachdem bereits im Mai der Bauantrag gestellt und der Baukostenzuschuss bei der Stadt Wolfsburg beantragt wurde, wird die Durchführung des Bauvorhabens „Neubau einer Schießsportanlage“ im August bei einer eigens dafür einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig beschlossen.

1994

Edda Jocksch wird als erste Frau in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Sie wird 3. Vorsitzende und Festausschussvorsitzende. Wolfgang Zimmer wird als Baukoordinator gewählt.

Neben der traditionellen mehrtägigen Schützenfahrt wird im Urlaub eine Tagesfahrt in die Heide durchgeführt.

Nach vielen Anträgen, Anfragen, persönlichen Gesprächen und Ortsterminen mit der Stadt Wolfsburg, der Bezirksregierung, dem Ortsrat, dem Landessportbund und vielen anderen Stellen erhält der Verein im November die Baugenehmigung für den Bau der neuen Schießsportanlage.

Der Verein baut für die verschiedenen Veranstaltungen, an denen er beteiligt ist, einen neuen Verkaufsstand. Für die Vereinsverwaltung wird ein vereinseigener Computer angeschafft.

1995

Die LP-Mannschaft mit Heinrich Bösche, Heinz Hasse und Michael Ristau schafft den Aufstieg in die Regionalliga.

Das Konzept des Schützen- und Volksfestes wird nochmals geändert. Weil die Besucherzahlen bei der Vesper am Samstagabend rückläufig waren, findet jetzt am Sonntagmorgen ein Frühstück mit warm-kaltem Büfett statt.

Aufgrund ihrer finanziellen Situation wird von der Stadt Wolfsburg ein gekürzter Zuschuss in Aussicht gestellt. Zur weiteren Finanzierung sollen die Toiletten, die Sportplatzverlängerung und der Parkplatz außerhalb der Sportförderung bezuschusst werden.

1996

Die Mitgliederzahl ist seit Jahren leicht fallend, die Zahl der Jugendlichen steigt dagegen weiter.

Mit Helmut Brandenburg und Tobias Bolm setzen sich gleich zwei amtierende Könige des Vereins gegen ihre Wolfsburger Konkurrenten durch. Sie werden Stadt- bzw. Stadtjugendkönig.

Ende Mai erhält der Verein die schriftliche Zusage der Stadt Wolfsburg für die beantragten Zuschüsse. Sofort werden Vorbereitungen für den Baubeginn getroffen.

Im Juni wird mit der Stadt Wolfsburg der Erbbaurechtsvertrag über 50 Jahre abgeschlossen. Der „Erste Spatenstich“ erfolgt am 10. August durch Oberbürgermeister Werner Schlimme. Noch im Herbst kann die Bodenplatte gegossen werden.

1997

Im April wird mit den Maurerarbeiten begonnen. Parallel dazu werden die Dachbinder in Eigenleistung gebaut, so dass bereits im August Richtfest gefeiert werden kann. Ende des Jahres ist der Rohbau mit Dach und Fenstern fertig.

Verbaut werden in diesem Jahr: 35.000 Kalksandsteine, 28.000 Klinker, 80 m Maurersand, 920 Sack Zement, 60 m3 Bauholz, 1.300 m2 Dachpappe und 70.000 Nägel.

Die Jugend veranstaltet erstmals für alle Mitglieder „Spiele ohne Grenzen“.

1998

Zusammen mit den anderen Vereinen wird am Feuerwehrhaus ein Maibaum mit den Wappen der Heiligendorfer Vereine aufgestellt.

Beim Bau beginnen die Innenarbeiten. Die im Winter hergestellten Fenstergitter werden eingesetzt, die Dachkästen fertig gestellt. Nachdem die Installationen soweit fertig sind, kann im August der Estrich gegossen werden. Im September werden die Versorgungsleitungen angeschlossen. In mehreren Teams wird weiter an den Installationen, den Decken und den Schießanlagen gearbeitet. Auch die Fliesenleger- und Malerarbeiten beginnen. Die Außenanlagen können schon teilweise bepflanzt werden. Ende November sind der Luftgewehrstand und die Toiletten fertig.

Ab 1. Dezember sperrt die Stadt Wolfsburg den alten Schießstand im Sportzentrum aus Sicherheitsgründen. Der Verein zieht in das neue Schützenhaus um. Nach erteilter Genehmigung durch die Stadt Wolfsburg kann die neue Schießsportanlage bereits im Dezember teilweise genutzt werden.

1999

Ab Januar wird der normale Schießbetrieb für Luftdruckwaffen auf dem neuen Schießstand wieder aufgenommen. Der große Clubraum ist Ende Januar fertig und kann für Vereinsveranstaltungen und zur Vermietung genutzt werden.

Nach Fertigstellung und Abnahme des Kleinkaliberstandes im März kann ab April wieder Kleinkaliber und zusätzlich auch mit der Sportpistole geschossen werden.

Der Parkplatz wird Anfang Mai befestigt. Am 29. Mai 1999 findet die offizielle Einweihung des Schützenhauses statt. Einen Tag später lädt der Schützenverein zum „Tag der offenen Tür“ ein.

Neben den Vereinsveranstaltungen wird das Schützenhaus von Anfang an auch häufig von der Stadt Wolfsburg, dem Kreisschützenverband Wolfsburg und anderen Vereinen für Sitzungen, Versammlungen, Schießen, Lehrgänge usw. genutzt. Auch für private Feiern wird es gern gemietet.

2000

Die Mitgliederzahl, die einige Jahre leicht zurückgegangen war, ist auf wieder auf 153 gestiegen.

Die Satzung muss nach Vorgaben des Landesverbandes überarbeitet und geändert werden.

Im Mai wird die „1. Heiligendorfer Schießsportwoche“ ausgerichtet.

Beim Schützen- und Volksfest feiert der Schützenverein Heiligendorf e.V. sein 50-jähriges Bestehen.

Der Grillplatz am Schützenhaus wird eingeweiht.

2001

Die traditionelle mehrtägige Schützenfahrt muss aufgrund zu weniger Anmeldungen abgesagt werden, künftig werden nur noch Tagesfahrten durchgeführt.

Aus der Erbschaft des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Felix Rother werden vier neue Luftgewehre und ein SAM-Trainer für die Jugendarbeit angeschafft.

2002

Die Beiträge werden mit einer neuen Beitragsordnung von DM auf Euro angepasst.

Werner Stock gibt sein Amt als 1. Vorsitzender nach 12 erfolgreichen Jahren ab.

Heinrich Bösche wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Werner Stock wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Das Königsschießen erreicht mit 63 Mitgliedern eine Rekordbeteiligung.

Aufgrund der sinkenden Beteiligung findet nach Absprache mit der Freiwilligen Feuer- wehr kein Adventsball mehr statt, dafür aber eine vereinsinterne Weihnachtsfeier im Schützenhaus.

2003

Der Schützenverein beteiligt sich mit einem eigenen Stand auf der Festmeile an der 850-Jahrfeier. Darin werden Waffen, Fotos und Uniformen ausgestellt und ein kleines Preisschießen mit dem SAM-Trainer ausgerichtet. Beim Schützen- und Volksfest findet ein großer Festumzug mit vielen Festwagen unter dem Motto „850 Jahre Heiligendorf“ statt.

Heinz Hasse nimmt als erstes Vereinsmitglied am Ältestenschießen in Dortmund, das einer Deutschen Meisterschaft entspricht, teil und belegt einen guten Mittelplatz.

2004

Die Schießtage im Schützenhaus werden neu festgelegt: Montag Jugend, Dienstag und Freitag alle Klassen, Mittwoch Wettkämpfe, Donnerstag Sportpistole.

Die 1. Luftgewehrmannschaft wird Kreismeister und schafft über die Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga. Dort schießen Detlef Burchhardt, Thorsten Hupetzky,Alexander Neu, Lara-Denise Schuck, Peggy Wiegmann und Sabrina Burchhardt.

2005

Der Verein nimmt im Rahmen des Kreisschützenverbandes am Umzug am „Tag der Niedersachsen“ in Wolfsburg teil.

Im Schützenhaus finden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, u. a. wird der Aufenthaltsraum vertäfelt.

Der Rechtsstreit mit der Stadt Wolfsburg wegen der Erhöhung der Erbbauzinsen endet mit einem Vergleich.

2006

Die 1. Mannschaft steigt wieder aus der Bezirksliga ab.

Das Schützen- und Volksfest wird, um die Ausgaben zu verringern, auf drei Tage (Samstag bis Montag) verkürzt.

2007

Eine Vereinsordnung, die alle über die Satzung hinausgehenden Ordnungen und Regelungen enthält, wird ausgearbeitet und beschlossen.

Gabriela Baldin wird Landesmeisterin mit dem Zimmerstutzen stehend Auflage.

2008

Die Mitgliederzahl ist auf 140 gesunken.

Die 1. Mannschaft LG steigt wieder in die Bezirksliga auf. Die Mannschaft LG-stehend Auflage mit Horst Gaudek, Renate und Manfred Klingenberg qualifiziert sich für die neu gegründete Bezirksliga.

Die Beiträge werden zum 1. April angepasst.

Das Programm für das Schützen- und Volksfest wird auf Freitag bis Sonntag umgestellt.

2009

Die Mitgliederzahl ist leicht angestiegen. Dank guter Jugendarbeit kommen viele Jugendliche zum Schießen.

Die Beteiligung an vereinsinternen Schießen wird vom Schießsportleiter bemängelt.

Bei der Stadtmeisterschaft belegen Horst Gaudek und Waltraud Hasse den 1. Platz.

Die Besucherzahl beim Schützen-und Volksfest sowie bei vereinsinternen Feiern ist rückläufig.

Freiwillige Helfer für Arbeiten am und im Schützenhaus könnten mehr sein.

2010

Dieses Jahr wurde das 60-jährige Bestehen unseres Vereines gefeiert.

Besonders geehrt wurden unsere Gründungsmitglieder Herbert Schreinecke und Karl Burchhardt.

In diesem Jahr wurden auch einige große Veränderungen am Schützenhaus vorgenommen! Lothar Werkmeister organisierte mit den Schützen einen Umbau des Lagerraumes in einen neuen gemütlichen Raum, der die Gemeinschaft und Geselligkeit im Verein fördern soll. Der komplette Umbau wurde von den Schützen in Eigenleistung erbracht. Der Raum wurde am 15.01. auf den Namen "Schützenstube" eingeweiht.Der Büfett-Raum wurde geteilt und zur Hälfte als Lager umgebaut.

Erste große Reparaturen waren notwendig. Der Dachüberstand zum Festplatz ist undicht geworden. Auch hier wurde wieder in Eigenleistung die Teerpappe ersetzt und die Dachrinne in eine andere Position gebracht.

Zum 1. Mal gab es beim Schützenfest keinen Tanzabend wie bisher. Es wurde eine "Ü18 bis Ü80 Party" veranstaltet, wobei DJ Torben Verwied ordentlich für Stimmung sorgte. Dieser Abend war ein ganz großer Erfolg! Zum Schützenfrühstück am Sonntag konnten wir wieder die Big Band Tappenbeck verpflichten. Das Fußballendspiel der deutschen Mannschaft wurde am Sonntagnachmittag im Festzelt auf einer Leinwand angesehen.

Auch dieses Jahr wurde wieder eine Tagesfahrt durchgeführt, die allen Teilnehmern sehr gut gefallen hat.

2010 war ein erfolgreiches Schießsport-, wie auch Veranstaltungsjahr. Viele Starts und gute Platzierungen unserer Schützen in Wettkämpfen zeigen eine intakte Schützengemeinschaft auf. Bei den Stadtmeisterschaften belegten Detlef Burchhardt, Horst Gaudeck, Hans-Wilhelm Mißmahl und Gerhard Stocklossa den 1. Platz.